Unglaublich, dass schon wieder 2 Monate vergangen sind, seit wir den Beginn von 2018 gefeiert haben.
Für mich war es eine sehr entspannte Feier, zusammen mit meiner Familie. Ich wollte bewusst ein wenig ruhiger starten, habe mir auch keine großen Vorsätze gemacht. Ich wollte mir nicht noch mehr Veränderungen aufzwingen, denn so viel stand im Vorhinein schon fest: 2018 wird eine Menge Neues auf mich zukommen.
Schon innerhalb der scheinbar kurzen Zeit seit Neujahr hat sich so manches geändert, ich habe etliche Erfahrungen gemacht – teils positiv, teils negativ.
Ich könnte also noch lange keine bestimmte Tendenz ausmachen, könnte noch lange nicht behaupten, zufrieden oder unzufrieden zu sein (letztes Jahr wäre mein Urteil schon jetzt eindeutig negativ ausgefallen).
Vielleicht mache ich aber der Übersichtlichkeit halber einmal eine ganz nüchterne Bestandsaufnahme:

Das Januar-Trainingslager frühzeitig zu beenden, war keine leichte Entscheidung. Aber manche Dinge kann man nicht erzwingen.

Das Januar-Trainingslager frühzeitig zu beenden, war keine leichte Entscheidung. Aber manche Dinge kann man nicht erzwingen.

Negativ: Ich musste mein Januar-Trainingslager abbrechen. Meine Grippe im Dezember ließ eine volle Belastung immer noch nicht zu und der Zeitdruck für die Abgabe meiner Bachelorarbeit machte mir umso mehr zu schaffen. Ich bin also einige Tage früher nach Hause geflogen und habe mich erst einmal zwei Wochen komplett auf mein Studium konzentriert. Manchmal funktioniert nicht alles auf einmal und bevor man viele Sachen halbherzig macht, bringe ich lieber eine Sache zu Ende und kümmere mich dann um den Rest. Ich bin jemand, bei dem es im Sport auch nicht läuft, wenn ich im Kopf nicht frei bin, wenn mich etwas belastet – und das war im Januar einfach der Fall.

Positiv: Ich habe meine Bachelorarbeit trotz etwas kürzerer Bearbeitungszeit als zuvor einkalkuliert (mein Professor hatte es gut gemeint und die Anmeldung drei Wochen früher eingereicht als vorab eingeplant) noch rechtzeitig eingereicht, glücklicherweise auch mit dem erwünschten Ergebnis bestanden und nun mein erstes Studium abgeschlossen. Das ist für mich irgendwie ein erleichterndes Gefühl, da ich doch jemand bin, der selbst sehr hohe Ansprüche an sich stellt. Wenn ich etwas mache, will ich es gut machen und das ist mir zum Glück in diesem Fall gelungen. Wie es nun weitergeht? Ich werde ein weiteres Studium beginnen und nebenbei nach wie vor als freie Journalistin und Autorin arbeiten. Die

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Ganz schön kalt ist es in den letzten Wochen geworden. Warme Kleidung und warme Gedanken sind da die Devise.

Verbindung von Studium, Arbeit und Sport macht mir Spaß – erst recht, wenn sich alles möglichst entspannt und ungezwungen unter einen Hut bringen lässt. Ich habe mir in den früheren Semestern sehr viel Druck im Studium gemacht. Jetzt, wo ich schon einen akademischen Abschluss in der Tasche habe, bin ich da vielleicht ein bisschen gelassener.

 

Negativ: Der deutsche Winter macht mir in diesem Jahr ganz schön zu schaffen. Als Student verfügt man ja nicht unbedingt über finanzielle Mittel, um sich gleich wieder in ein weiteres Trainingslager im Süden zu verflüchtigen. Stattdessen heißt es: Zähne zusammenbeißen, warm anziehen und im Zweifelsfall rauf auf’s Laufband. Natürlich gibt es Jahreszeiten, in denen man als Langstreckenläufer besser und effektiver trainieren kann, aber vielleicht wird man ja in diesen Tagen zumindest ein bisschen für die letzten Kilometer eines Marathons abgehärtet…

Das Oster-Trainingslager in Italien steht an. Endlich Sonne, endlich Wärme!

Das Oster-Trainingslager in Italien steht an. Endlich Sonne, endlich Wärme!

Positiv: Im Mai werde ich meine über mehr als drei Jahre liebgewonnene, aber allmählich ein bisschen klein gewordene Studentenbude verlassen und mit meinem Freund in eine Wohnung in der Regensburger Altstadt ziehen. Die Zeit bis dorthin verkürzt sich enorm, wenn ich daran denke, dass das genau meine Vorbereitungszeit auf den Düsseldorf Marathon sein wird. Ich habe also gleich zwei Highlights, denen ich entgegenfiebere. Und das Beste daran: Zwischendrin erwartet mich auch noch das traditionelle Oster-Trainingslager mit meinem Verein im italienischen Cervia! Im vergangenen Jahr war ich um diese Zeit verletzt und längst nicht in der Lage, auch nur ein paar Meter zu laufen. Ich bin also nicht nur darüber froh, hoffentlich bald ins Warme zu kommen, sondern auch, gesund zu sein und das machen zu können, was ich liebe: Rennen.

Die nächsten 10 Monate von 2018 können also kommen und die damit verbundenen Veränderungen natürlich auch. Und es werden sowieso wie immer noch viele unvorhergesehene Dinge passieren, ob nun im Negativen oder im Positiven. Wohin die Reise dann letzten Endes hingeht? Wir werden sehen!

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