#DontRunFly

„Letzter Aufruf für Sandra Mastropietro und Franzi Reng! Begeben Sie sich unverzüglich zu Gate D 12!“ Wie bitte? Ich sehe mich nach Sandra (@running.sandra) um. Ihr Blick ist genau so überrascht wie der meine, spricht aber gleichzeitig eine eindeutige Sprache: „Lauf, Franzi!“ Meine Beine setzen sich in Bewegung, ich drängle mich zwischen Koffern, Handtaschen und den dazugehörigen Flugpassagieren hindurch. Wo muss ich eigentlich hin?

Meine Begleiterin hat ein bisschen mehr Überblick und das Schild zu unserem Gate schon entdeckt. Völlig außer Atem klatschen wir unsere Boardingpässe samt Personalausweis auf den Scanner. Fliegen kann manchmal ganz schön anstrengend sein.
„Eigentlich passt das so gar nicht zu uns“, meint Sandra, als wir als Allerletzte das Flugzeug besteigen und es uns auf unseren Plätzen in der hintersten Reihe so bequem wie möglich machen, „wir sind doch FrontRunner“. Ich muss grinsen: „Dafür aber vielleicht BackFlyer.“
Ein bisschen verschwitzt sind wir auf jeden Fall, die Frisur sitzt auch nicht mehr ganz perfekt, dafür dauert es nicht mehr allzu lange, bis sich die Maschine in Bewegung setzt. Denn wir konnten es beide ja kaum mehr erwarten: London is calling! Heute Abend dürfen wir Teil der ASICS FlyteFoam Release Party im Zentrum der britischen Metropole sein!

Meine Frontrunner-Kollegin Sandra und ich werden von unserem Shuttle schon erwartet

Meine Frontrunner-Kollegin Sandra und ich werden von unserem Shuttle schon erwartet

Am Flughafen angekommen, werden wir deshalb bereits von unseren Shuttles erwartet. Zurückgelehnt auf dem Beifahrersitz, der sich für mich rechtsverkehrgewohnte Autofahrerin irgendwie auf der falschen Seite befindet, lasse ich mich durch die Großstadt lotsen. Überraschenderweise scheint währenddessen sogar die Sonne vom Himmel und taucht Themse, Tower Bridge und die Docklands in für England ungewohnt strahlend helle Farben.
Hier am Fluss endet meine kleine Sightseeing-Tour aber schon wieder, denn im großen Tower Bridge Hotel, direkt am Fuße des Londoner Wahrzeichens, befindet sich meine Unterkunft.

Lange werde ich mich hier während meines London-Trips allerdings gar nicht aufhalten. Stattdessen geht es zusammen mit Mary (@fitmedmary) und ihrem Freund Jonas (@pumpingpilot) im Taxi gleich weiter zum ersten ASICS-Shooting. Natürlich nicht, ohne den obligatorischen Stop bei Starbucks auszulassen, so viel Zeit muss sein. Und ein kleiner Koffein-Kick garantiert ja schließlich noch wachere Gesichter auf den Fotos.
Für das Shooting bringt man uns direkt ins Downtown-London mit seinem urbanen Flair, kleinen Läden, bunten Graffitis und den daran vorbeispazierenden, originell gestylten Stadtbewohnern. Unser Fotograf Adam Corbett (@adamcorbettphoto) hat sich natürlich die perfekten Spots ausgesucht, um die brandneuen ASICS-Kollektionen in Szene zu setzen.

Schon beim Vor-Shooting am ersten Tag entstehen dank sonnigem Wetter tolle Aufnahmen

Schon beim Vor-Shooting am ersten Tag entstehen dank sonnigem Wetter tolle Aufnahmen

Diese sollen heute zunächst noch getestet werden, erst morgen steht dann das große Shooting mit noch mehr Models, Assistenten und technischer Ausrüstung auf dem Programm. Bereits an diesem sonnigen Nachmittag kommen aber schon die ersten überzeugenden Fotos zustande.
Zufrieden machen wir uns deshalb auf den Rückweg zum Hotel. Ein wenig Zeit bleibt noch, um bei einem kleinen Lauf an der Themse die Beine auszulockern. Denn schon um 17.30 Uhr trifft sich die ganze Crew zum großen Dinner. Hier gibt es nicht nur alles, was der Läufermagen begehrt, sondern auch ein großes Wiedersehen unter den FrontRunnern aus ganz Europa. Für mich bedeutet das heute aber in erster Linie, eine Menge neuer Gesichter zu entdecken, da ich in meinem ersten Jahr als FrontRunnerin ja noch nicht einmal alle aus der siebenköpfigen Deutschland-Delegation kenne.

Aber ich bin sofort begeistert, wie offen und freundschaftlich die Sportler miteinander umgehen, die allesamt eines verbindet: Die Leidenschaft zum Laufen.
Und diese ist schließlich auch die wichtigste Voraussetzung für das, was uns nun bevorsteht: Pünktlich um 19.20 Uhr geht es nach draußen in das abendliche, deswegen aber nicht halb so dunkle London: Dort, wo tagsüber die Sonne gestrahlt hat, erhellen nun unzählige kleine Lichter die Nacht.

Von der Tower Bridge aus hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline, das soll nun jedoch noch einmal getoppt werden. Dafür werden wir mit einem Aufzug in eine Höhe von 50 Metern über der Themse gebracht.
Vorher hat man uns noch mit einem Boardingpass und individuell auf uns angepassten Schuhen der neuen FlyteFoam Serie ausgestattet. Bei mir fiel die Wahl auf den NOOSA FF in seinen leuchtenden Neonfarben. „Macht dich bereit für die Flight Challenge!“, hat man mir bei der Übergabe gesagt. Umso gespannter bin ich nun natürlich, was mich dort oben in der schwindelerregenden Höhe erwarten wird.

Das Ticket zur Flight Challenge - ohne Boardingpass kommt niemand in die Flugzone

Das Ticket zur Flight Challenge – ohne Boardingpass kommt niemand in die Flugzone

 

Meinen Begleitern aus Team-Germany und auch allen anderen Besuchern geht es da nicht anders. Die Stimmung ist aufgeregt-erwartungsvoll, überall werden Handykameras gezückt, Fotos geschossen und das, was unseren nun Blicken geboten wird, begeistert abgelichtet.
Und das zu Recht: Das gesamte Museum, das sich normalerweise in den Glastunnels über der Tower Bridge befindet, wurde in ein kleines ASICS-Reich verwandelt. Zunächst sollen wir nun aber auf kuscheligen Sesseln warten, bis wir zur Flight Challenge aufgerufen werden.

Warten auf die Flight Challenge - Jan Frodeno (ganz links) wird der Erste sein, der sich an die Herausforderung wagt (Foto: Felix Rüdiger)

Warten auf die Flight Challenge – Jan Frodeno (ganz links) wird der Erste sein, der sich an die Herausforderung wagt (Foto: Felix Rüdiger)

Der Name des mutigen Läufers, der als allererstes den FlytePath betritt, ist den meisten bestens bekannt: Jan Frodeno. Auch er ist heute Abend hier, um mit uns die neue FlyteFoam Serie zu feiern.
Mit ihm dürfen noch vier weitere Kandidaten zur Challenge antreten. Da der letzte aufgerufene Läufer nicht anwesend ist, rückt die erste Person aus der zweiten Gruppe nach und – wie es der Zufall will – ruft der Flight Assistant ausgerechnet meinen Namen: Franzi Reng.
Ein bisschen nervös stehe ich von meinem Platz auf. Die restliche Truppe applaudiert aufmunternd, während ich meinen Vorgängern in den Glastunnel folge. Hier ist eine Menge riesiger Windmaschinen aufgebaut, es ist ohrenbetäubend laut und eine dumpfe Stimme ertönt: „Are you ready to fly?“

Frodo auf dem Flug durch den FlytePath (Foto: Felix Rüdiger)

Frodo auf dem Flug durch den FlytePath (Foto: Felix Rüdiger)

Jan ist absolut ready. Der Ausnahme-Sportler steht mit seinen brandneuen ASICS-Schuhen an der Startlinie und wartet auf den Countdown: 3 – 2 – 1. FLY! Jan rennt los. Nein, er rennt nicht, er fliegt! Unterstützt durch die Windmaschinen bekommen wir als Beobachter den Eindruck, als schwebe er die 60 Meter den Tunnel entlang, hoch über der Themse und den Straßen der Tower Bridge.
Jetzt geht alles ganz schnell. Schon bald bin ich an der Reihe. Auf einem Bildschirm am Ende des Tunnels erscheint mein Name, als das Startsignal ertönt, geht es auch schon los. Ich muss selber gar nicht mehr viel machen, die Schuhe tragen mich bis zum Endpunkt, wo mit einem Stop-Button die Zeitmessung stoppen kann.

Am Ende des Windkanals halten die Läufer die Zeitmessung mit einem Stop-Button an (Foto: Khris Cowley)

Am Ende des Windkanals halten die Läufer die Zeitmessung mit einem Stop-Button an (Foto: Khris Cowley)

Auf einem Highscore können alle Teilnehmer des Abends verfolgen, wer bisher die schnellste 60-Meter-Zeit gelaufen ist. Auf den Top-10-Platzierungen entwickelt sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Spitzenplatzierung bleibt aber den ganzen Abend lang in der Hand von Team Germany: Charly Dankwa ist wohl selbst am meisten davon überrascht, dass er bis zum Schluss auf der Führungsposition liegt.
Doch nicht nur er hat nun einen Grund zu feiern. Alle Gäste genießen das atemberaubende Flair in den Glas-Tubes hoch über London. Bei leckeren Snacks und fruchtigen Drinks lässt es sich ja auch wirklich bis in die späten Stunden der Nacht aushalten.
Bis die Gäste nach und nach in das Hotel zurückkehren vergehen noch einige Stunden. Dann werden aber umso schneller die Lichter gelöscht: Der nächste Morgen beginnt schließlich mit einem vollen Programm.

Nach der Challenge warten Snacks und eine Menge leckerer Drinks wie dieser in der Geschmacksrichtung Birne/Banane/Rosmarin

Nach der Challenge warten Snacks und eine Menge leckerer Drinks wie dieser in der Geschmacksrichtung Birne/Banane/Rosmarin

Für ambitionierte Läufer besteht die Möglichkeit, mit Jan „Frodo“ Frodeno bei einem Dauerlauf an der Themse zu begleiten. Ich entscheide mich vor allem aus zeittechnischen Gründen dagegen: Ich muss meine Runde ein wenig früher starten, da ich sonst nicht genügend Zeit im Bad habe, um mich auf das anstehende Shooting vorzubereiten. Aber dank meiner neuen FlyteFoam NOOSA FF, die ich an diesem Morgen gleich einmal für längere Strecken als 60 Meter testen möchte, dauert das Laufen sowieso nicht lange – schließlich fliege ich ja förmlich an der Themse entlang.

 

Wer möchte, kann Frodo am Morgen bei seinem Dauerlauf begleiten. Nächstes Mal bin ich auch mit von der Partie (Foto: Felix Rüdiger)

Wer möchte, kann Frodo am Morgen bei seinem Dauerlauf begleiten. Nächstes Mal bin ich auch mit von der Partie (Foto: Felix Rüdiger)

So habe ich mir das ausladende Frühstücksbuffet mit Blick auf die Docklands mehr als verdient. Das Einzige, was wirklich zu wünschen übrig lässt, ist der Kaffee. Die Engländer sind und bleiben eben doch Teetrinker. Aber das ist im Moment das kleinere Problem: Draußen regnet es in Strömen und das Shooting droht, schon regelrecht ins Wasser zu fallen. Und zu allem Überfluss ist Charly spurlos verschwunden.
Im Studio von Fotograf Adam wird nun fiebrig überlegt und beratschlagt, wie man nun am besten vorgeht. Der Regen lässt immerhin ein wenig nach und plötzlich trudelt auch Charly in der Location ein. Der, der am vergangenen Abend noch am schnellsten unterwegs war, hat es am nächsten Morgen umso ruhiger angehen lassen.

Aber da wir nun endlich vollzählig sind, geht es trotz Regenwetter motiviert und optimistisch zurück zu den bereits von gestern bekannten Spots auf den Straßen Londons. Die brandneuen und strahlend bunten Klamotten leuchten immerhin – im Gegensatz zum wolkenverhangenen Himmel.
Charly macht die kleine Verspätung mit einem kleinen Aufwärm-Regentanz wieder wett, denn langes Posen und Herumstehen für die perfekten Aufnahmen sorgt irgendwann nicht nur für kalte Zehen. Dennoch vergeht die Zeit wie im Flug: Innerhalb weniger Stunden entsteht eine Reihe guter Motive, sei es laufend, in Gruppen-Pose oder beim Shooting in einem originalen Londoner Taxi-Cab.

Müde und erschöpft kehren wir zum Studio zurück. Auch wenn wir unsere Outfits nur ungern wieder abgeben wollen – warme Jacken, kuschelige Schals und ein warmer Kaffee sind nun doch eher das, was wir dringend brauchen. Außerdem warten vor der Tür schon die ersten Shuttles, die den Großteil unserer kleinen ASISCS-Delegation zurück zum Gatwick Airport bringen. Der letzte Flug für diesen Trip steht an, nämlich der nach Hause.

Ich bilde mit Sandra wieder das erprobte FrontRunnter-BackFlyer-Gespann. Trotz kleiner Süßigkeiten-Shopping-Einlage in der Duty-Free-Zone sind wir dieses Mal überpünktlich am Gate. Um neben unserem überfüllten Handgepäck Kosten für ein weiteres Gepäckstück zu sparen, haben wir uns mit sämtlichen Jacken, Schals und Laufwesten bekleidet, für die im Koffer kein Platz mehr war. Doch als wir uns im Flieger endlich aus unserem Zwiebel-Look schälen wollen, kommt uns die eifrige Stewardess zuvor: „Please put on your jacket“.
Ein bisschen verschwitzt sind wir also schon zu Beginn der Heimreise. Das ändert sich dann auch bis zur Landung nicht, da sich Sandra aufgrund windiger Turbulenzen immer wieder an meinem Arm (und ebenso dem ihrer linken Sitznachbarin) festkrallen und gleichzeitig eine Papiertüte in Griffweite haben muss, da mein Magen irgendwann Signale setzt, die darauf hindeuten, dass er das Ganze hier nicht mehr lange mitmachen will.

Nach knapp zwei Stunden haben wir es endlich hinter uns gebracht und wieder sicheren Boden unter den Füßen. Fliegen kann manchmal ganz schön anstrengend sein – es sei denn, man schlüpft in die Schuhe der neuen Schuhe der FlyteFoam-Serie. Dann müssen wir uns auch das nächste Mal keine Sorgen mehr machen, wenn es wieder heißt: „Letzter Aufruf für Sandra Mastropietro und Franzi Reng!“

Egal ob NOOSA FF, DynaFlyte oder GEL-DS TRAINER 22 - die neuen Modelle der FlyteFoam Serie verleihen ihren Trägern das ultimative Schwebe-Gefühl (Foto: ASICS UK)

Egal ob NOOSA FF, DynaFlyte oder GEL-DS TRAINER 22 – die neuen Modelle der FlyteFoam Serie verleihen ihren Trägern das ultimative Schwebe-Gefühl (Foto: ASICS UK)

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